Hallo liebe Leute,
heute gibt es ganz viele schöne Dinge zu berichten. Mein kleines Brüderchen ist nämlich endlich da!!! Der kleine Mann ist am 07. Juni geboren worden. Ein richtiges Bäärliner Sonntagskind also. Mutti und Papa haben ihn Niklas genannt. Ich finde ja, dass das ein richtig toller Name ist. Bevor ihr jetzt alle weiterlest, kann ich euch schon mal sagen, dass mein Brüderchen kerngesund ist und es Mutti auch gut geht.
Jetzt will ich euch aber mal erzählen, wie das denn so war als der kleine Niklas aus Mutti’s Bauchwohnung ausgezogen ist. Am Samstag war ja eigentlich schon der Geburtstermin. Also waren Mutti und Papa nochmal bei der lieben Ärztin, die immer schaut ob es den Babys im Bauch gut geht. Dem kleinen Niklas ging es total gut und er hat nicht im Geringsten daran gedacht seine Bauchwohnung zu räumen. Jedenfalls haben Mutti und Papa am Samstagabend überhaupt nicht mehr geglaubt, dass der kleine Mann am Wochenende noch aus der Bauchwohnung ausziehen wird. Tja, aber ganz so lange warten sollten meine Eltern ja dann doch nicht. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag habe ich hier oben im Himmel vor Freude ein großes Badefest mit meinen Sternenfreunden gemacht. Und weil dabei das Planschbecken hier oben übergelaufen ist, hat’s bei euch unten ganz doll geregnet. Zur gleichen Zeit hat Niklas nämlich seine Sachen in Mutti’s Bauch gepackt und sich auf den Weg gemacht. Oh ich kann euch sagen, meine Mutti hatte ganz schön zu tun und konnte gar nicht mehr schlafen. Nur Papa hat tief und fest geschlafen und weder von meinem schönen Regen noch von Mutti’s Schmerzen etwas mitbekommen. Um 9:00 Uhr hat Mutti ihn dann aber endlich geweckt und ihm gesagt, dass sie wohl ins Krankenhaus fahren müssen. Papa war ganz schön überrascht kann ich euch sagen. Dann haben sie noch schön gefrühstückt und um 10:15Uhr sind sie ganz in Ruhe in die Charite (schweres Wort für mich kleines Engelsmädchen) gefahren. Als sie da ankamen, war die Hebamme ganz schön überrascht, denn der kleine Mann war fast schon da. Mutti und Papa durften sich gleich ein niedliches Mützchen für meinen Bruder raussuchen, denn das kleine Köpfchen war schon zu sehen. Dann hat Mutti noch ein paar mal Papas Daumen zerquetscht und laut gepustet und dann war mein Brüderchen um 11:15 Uhr endlich da. Oh, das hättet ihr mal sehen sollen, wie glücklich meine Eltern waren. Sie konnten es gar nicht glauben, dass sie mein Brüderchen endlich im Arm halten dürfen. So ein niedlicher kleiner Junge und vor allem ganz gesund. Ganz doll geweint haben die Beiden vor Freude und haben den kleinen Niklas ganz fest an sich gedrückt. Papa hat sogar die Nabelschnur durchgeschnitten. Und dann haben sich die drei erstmal ganz in Ruhe kennengelernt. Übrigens bin ich nicht nur vom Alter die große Schwester. Bei der Geburt war ich mit 3335g nämlich auch schwerer als Niklas, der es auf 3200g geschafft hat.
Übrigens habe ich auch während der gesamten Geburt ganz prima aufgepasst und war immer ganz nah. Meine Mutti hat extra meine Engelskette um den Hals gemacht.
Nach diesen aufregenden Stunden sind meine Eltern mit meinem Brüderchen in ein Familienzimmer in der Charite mit tollem Blick über ganz Berlin gezogen. So konnte auch Papa die ganze Zeit mit dort bleiben und dort auch schlafen. Sie haben sich dort prima ausruhen können und ausgiebig miteinander gekuschelt.
Dienstagmittag wollten Mutti und Papa dann mit Klein-Niklas nachhause fahren. Vorher hatte sich nochmal ein Arzt das kleine Herz von meinem Brüderchen angeschaut, aber da war natürlich alles in Ordnung. Ist ja auch klar, weil ich ihn von hier oben beschütze und ihm auch immer erklärt habe, wie das mit den 4 Herzkammern aussehen muss. Als die 3 dann nachhause gehen durften, war ich so glücklich, dass ich das größte Badefest mit allen Freunden veranstaltet habe. Wir haben extra das ganz große Planschbecken genommen und natürlich ist das auch wieder übergeschwappt. Deshalb gab es in Berlin so dollen Regen, dass man gar nicht mehr vor die Tür konnte. Passend dazu hab ich mir überlegt, dass so ein Feuerwerk eigentlich auch toll wäre. Da ich aber auf die Schnelle nix finden konnte, hab ich halt Blitz und Donner genommen und damit etwas Krach gemacht.
Erst als dieses Fest vorbei war, sind Mutti und Papa dann mit dem kleinen Mann nachhause gefahren.
Zuhause waren Mutti und Papa dann nochmal ganz schön gerührt. Immerhin war das Kinderzimmer, die Wiege und vieles andere auch schon für mich eingerichtet worden. Aber ich habe die Wohnung ja nie gesehen, weil ich zurück in den Himmel gegangen bin. Nun aber ist mein Brüderchen bei meinen Eltern und er findet die Wohnung prima. In der Wiege hat er sich’s gleich gemütlich gemacht und sich von den Strapazen der Vortage ausgeschlafen. Schaut mal wie klein mein Bruder in der Wiege aussieht:
Jetzt genießen alle erst einmal die gemeinsame Zeit zu Hause und lassen es sich so richtig gut gehen.
Ich muss mich jetzt erstmal darum kümmern, dass draußen ganz viel Wind weht und auch die Sonne ein bissl scheint. Mein Brüderchen hat nämlich schon ganz schön viele Sachen schmutzig gemacht und alles muss jetzt schön trocknen.
Bis zum nächsten Mal!
Eure stolze, große Schwester Arlett