Adventsgrüße

Hallo ihr Lieben,

lange, lange ist es her, dass ich mich bei euch gemeldet habe. Dabei erleben wir Sternenkinder doch jeden Tag immer wieder so viel Aufregendes, dass ich Euch eigentlich viel mehr berichten könnte. Aber irgendwie haben wir hier oben auch immer so viel Freude beim Spielen und daher wenig Zeit zum Schreiben. Außerdem genießen wir es, wenn wir uns einfach nur in eine Wolke kuscheln und von da aus unsere Familien von oben stundenlang zuschauen können.
Da passiert auch immer Einiges und für mich gibt es gerade nichts Schöneres, als meine beiden Brüder zu beobachten. Das Allerallerschönste aber ist, zu sehen, wie sehr sich Henrik und Niklas lieb haben – wie sehr Henrik seinen großen Bruder Niklas anhimmelt und ihn immer wieder anlächelt sobald er ihn erblickt und natürlich auch wie sehr Niklas den kleinen Henrik immer wieder durchknuddeln möchte und ihn mit seiner Extra-Für-Henrik-Babystimme immer wieder zum Lachen und Quietschen bringt. Henrik ist ja mittlerweile schon ein halbes Jahr alt und ein richtiger Sonnenschein. Er lacht mit Mama, Papa und Niklas ganz viel und man merkt ihm richtig an, dass er sich so richtig wohl bei Ihnen fühlt. Mittlerweile ist sogar schon der erste kleine Kuchenzahn zu sehen und es wird wohl nicht lange dauern, da wird der kleine Mann das Haus unsicher machen. Das Schönste für Mama und Papa ist aber, dass er Mama und Papa immer wieder an mich erinnert und ihnen dabei ganz oft ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Henrik ist mir wirklich ziemlich ähnlich. Die Art wie er schaut, sein kleines Gesicht, die Art wie er immer die Hände zusammenfaltet und die Haare mit dem kleinen Zöpfchen hinten. Ich habe extra mal ein paar Bilder rausgesucht, wo ihr Henrik selber bestaunen könnt.
Niklas ist mittlerweile ein richtiger Junge geworden. Auch er erzählt sehr oft von mir und schaut sich am Abend sehr gerne den Mond und die Sterne an. Er weiß, dass ich auf einem dieser Sterne wohne und Mama und Papa suchen mit ihm oft den hellsten Stern. Denn sie sind sich sicher, dass ich von dort runter schaue. Heute waren alle wieder bei mir in meinem Garten und haben mir meine 1. Kerze, des Adventskranzes angezündet. Ich habe vor einiger Zeit mal ein kleines Herz von meinem Patenonkel bekommen mit dem man mit einem wunderschönen Ton klingeln kann. Niklas möchte immer zuerst dieses Herz haben wenn er meinen Garten besucht. Heute haben Mama, Papa und Niklas mir dabei „Schneeflöckchen Weißröckchen” (ich habe ja extra für tollen Schnee gesorgt)vorgesungen und Niklas hat das Lied mit diesem Herz dazu geklingelt. Das war vielleicht wunderschön. Da habe ich erstmal vor Freude ganz, ganz doll gepustet und noch mehr Schneeflocken auf die Erde gepustet!
Niklas geht ja jetzt auch in einen neuen, ganz großen Kindergarten und hat auch schon einige neue Freunde dort gefunden. Der Kindergarten ist nun gar nicht mehr weit weg von zu Hause und so kann Mama oft einfach den kleinen Henrik in den Fahrradanhänger setzen und dann mit Fahrrad und Hänger Niklas aus dem Kindergarten abholen. Als es in den letzten Tagen etwas kälter war ist Mama mal mit dem Bus zum Kindergarten gefahren und hat Niklas abgeholt. Das war vielleicht ein Riesenspaß für Niklas! Als nächstes möchte er nun gerne mal wieder Straßenbahn und Zug fahren. Deshalb wollen Mama und Papa zum Leipziger Weihnachtsmarkt und zur Modellbahnausstellung mit ihm mit dem Zug fahren. Da werden seine Augen sicherlich richtig leuchten vor Freude!
Trotzdem die Vier viel Spaß zusammen haben, fehle ich ihnen ganz schön sehr. Mama und Papa denken sehr oft darüber nach, wie schön es wäre, wenn ihr kleines Mädchen bei ihnen wäre… Gerade jetzt zur Advents- und Weihnachtszeit würden sie so gerne mit mir backen und basteln… Sie stellen sich oft vor wie ich, als große Schwester, meine beiden Brüder verwöhnen würde und immer auf sie aufpassen würde. Für Mama und Papa steht fest, dass wohl immer eine ganz große Lücke in ihrer Familie bleiben wird. Gleichzeitig wissen sie aber auch, dass ich immer in ihrer Nähe bin – und das zeige ich ihnen auch. Erst vor Kurzem ist Papa wieder in eine andere Stadt geflogen. Er war ziemlich müde und auch etwas traurig, dass er ein paar Tage nicht bei Henrik, Niklas und Mama sein kann. Aber ich habe Papa einen wunderschönen Gruß geschickt. Kaum war er über den Wolken mit dem Flugzeug, da habe ich ihm den allerhellsten Stern an den Himmel gezaubert und dieser Stern hat ihn bis zu seinem Ziel begleitet. Dabei habe ich den Himmel ganz langsam hell gezaubert und ihn in den schönsten Farben leuchten lassen. Papa hat sich darüber so sehr gefreut und war über dieses Zeichen sehr glücklich. Er hat den ganzen Flug nur an mich gedacht und mit mir gesprochen. Dabei hat er ein Croissant gegessen und sich vorgestellt, dass er gerade mit mir frühstückt. Ich war ja ganz nah bei ihm….

Ich wünsche euch einen wunderschönen 1. Advent (wir Sternenkinder geben uns alle Mühe, damit ihr auch dazu ganz viel Schnee habt)!

Eure Arlett

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