Dein 6. Engelsgeburtstag

Hallo Arlett,

wir kommen gerade von einer Woche Urlaub zurück nach Hause, um morgen an deinem Engelsgeburtstag an deinen Garten gehen zu können. Du siehst ja sicher von deiner Wolke oder nachts von deinem Stern, was für einen Spaß wir alle hatten und wie aufregend und schön unser Leben als Familie tagtäglich ist. Trotz all dem Trubel gibt es immer wieder viele Momente in unserem Leben, bei denen uns ein kleiner Kloß im Hals steckt. Das sind Momente, in denen uns bewusst wird, dass du – unser großes 6-jähriges Mädchen – nicht mit uns grillen, Fahrrad fahren, kuscheln, Buden bauen oder einfach Lachen und Spaß haben kannst.

Wir denken dabei oft an das Gedicht, was uns eine liebe Mama mal geschickt hatte:

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Es ist ein Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserem Leben.
Drum wird dieses eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

Du fehlst uns in vielen Momenten und Situationen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass du immer bei uns bist und wir dich „nur“ nicht sehen können. Niklas und Henrik haben eine ganz besondere Schwester und es ist für uns als Eltern so schön zu sehen, wie sie immer wieder von dir reden und auch sie dich als einen wichtigen Teil in ihrem Leben sehen. Wenn Henrik zu deinem Stein in deinem Garten gerannt kommt und deine kleine Mädchenfigur ganz fest in den Arm nimmt, wenn er auf Schmetterlinge zeigt und „Arlett“ ruft aber auch wenn Niklas ganz selbstverständlich beim Einkaufen der Verkäuferin erklärt, dass sie nicht nur 2 Geschwister sind sondern er auch eine große Schwester hat, die aber schon im Himmel ist und immer auf ihn aufpasst. Wenn Niklas rosa-mädchenfarbige Figuren oder Windmühlen sieht, denkt er immer an dich und möchte sie für dich und deinen Garten mitnehmen. Er überlegt sich gerade wie du morgen wohl die ganzen Dinge von deiner Wolke überhaupt erkennen kannst, welche wir morgen zu deinem Garten bringen werden. Denn er weiß, dass du ja sehr weit im Himmel bist und man von da oben nur ganz, ganz klein alles erkennen kann. Heute Abend haben wir überlegt, ob ihr da oben wohl riesige Fernrohre habt oder aber, ob du immer mal als kleines unsichtbares Engelchen zu uns vom Himmel geflogen kommst, um dir alles ganz genau anzuschauen…

Wir sind unendlich dankbar, dass es dich gibt und wir merken immer wieder, wie besonders Henrik und Niklas als Brüder aufwachsen – mit dem Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, dass es dich gibt und dass du immer bei uns bist.

Trotz Allem vermissen wir dich natürlich an Tagen wie heute besonders! Die vielen einprägsamen letzten Stunden, als wir dich verabschieden mussten werden wir nie vergessen…

Wir lieben dich über Alles!

Deine 2 Brüder Henrik und Niklas & Mama und Papa

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